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Regina Korthaus

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Aktuelle Themen

 

Nierenerkrankungen bei Bartagamen

Imfungen bei Heimtieren

Leptospirose

Flöhe halten keinen Winterschlaf!

 

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Bleiben Sie auf dem Laufenden

An dieser Stelle möchten wir Ihnen eine Auswahl interessanter Neuigkeiten aus der Veterinärmedizin und Tipps aus unserer Praxis zur Verfügung stellen.

Der Harnwegsapparat und seine häufigsten Erkrankungen bei der Bartagame

 

 

Das Harn bereitende und Harn ableitende System bei der Bartagame besteht aus 2 Nieren und den dazugehörigen Harnleitern, eine Harnblase fehlt dieser Tierart. Die Nieren liegen sehr weit hinten (caudal) in der Körperhöhle und reichen bis in das Becken hinein. Die Nieren besitzen kein Nierenbecken und auch keine sogenannte Henle`sche Schleife. Diese dient bei Säugetieren dazu, einen im Vergleich zum Blut hyperosmotischen Harn zu erzeugen ( vereinfacht ausgedrückt, bedeutet das, dass der Harn dann höher konzentriert ist als das Blut). Dieser Harn besteht zum größten Teil aus Harnsäure, beim Säugetier dagegen aus Harnstoff. Die wasserunlösliche Harnsäure dient vermutlich als Schutz vor Flüssigkeitsverlusten. Ausgeschieden wird dieser "Urin" über die Kloake. Er ist von weißer Farbe und recht fester Konsistenz.

Erkrankungen der Niere können in Form von Entzündungen oder auch Insuffizienzen (d.h. mangelnde Leistung des Organs) auftreten. Die Symptome sind "leider" relativ unspezifisch. Betroffene Tiere zeigen Fressunlust, sind matt und apathisch, bewegen sich kaum oder gar nicht mehr und ihr Kot- und Urinabsatz ist eingeschränkt. Da die nicht ausgeschiedenen Harnsäurekristalle sich in Gelenken oder in Organen ablagern, führen diese Nierenerkrankungen zur sogenannten Gicht. Bei Ablagerung in den Gelenken, verdicken sich diese. Unter Umständen kann man die weißen Kristalle aus der Haut schimmern sehen. Außerdem führt die mangelhafte Nierenfunktion häufig zu Wasseransammlungen in den Lidern (Lidödem) oder auch unter der gesamten Haut (generalisierte Ödeme), was durch eine Verdickung erkennbar ist. Um herauszufinden, ob Tiere mit diesen Symtomen an einer Nierenerkrankung leiden, muss also eine Blutuntersuchung erfolgen. Desweiteren ist die Abklärung der Ursache von großer Bedeutung. Hierfür sind Harn- und Kotuntersuchungen erforderlich. Entzündungen können durch Bakterien, Pilze und Parasiten verursacht werden. Bei eindeutig gestellter Diagnose ist das Ziel der Therapie zum einen die Grundursache, wenn möglich, zu beseitigen, und zum anderen die Symptome zu lindern oder zu beseitigen. Dies geschieht, indem den Tieren Infusionen, ein harnsäuresenkendes Mittel und zusätzlich etwas Harntreibendes verabreicht werden. Bei bakterieller Entzündung muss zusätzlich ein Antibiotikum, bei Pilzinfektionen ein sogenanntes Antimykotikum und im Falle von Parasiten ein antiparasitäres Mittel zum Einsatz kommen. Da die Tiere oftmals ihre Nahrung nicht mehr selbstständig aufnehmen, muss dann auch eine Zwangsfütterung erfolgen. Um den Anfall von Eiweißendprodukten aufgrund der eingeschränkten Nierenfunktion zu minimieren, muss in jedem Falle eine Futterumstellung durchgeführt werden. Das heißt, dass die Nahrung ganz oder zumindest fast ausschließlich auf Salat, Möhren und andere vegetarische Produkte umgestellt werden muss.

Leider werden die nierenkranken Bartagamen häufig in sehr fortgeschrittenen Stadien vorgestellt. Dann ist die Prognose sehr schlecht. Meiner Meinung nach, ist ein Therapieversuch aber immer lohnenswert.

Ich hoffe, ich war in der Lage, einen allgemeinverständlichen Text zu diesem Thema zu verfassen. Dieses Thema habe ich ausgewählt, da in meiner Praxis recht häufig Bartagamen vorgestellt werden, die an Nierenerkrankungen leiden.

( Quellenangabe: Dr. K. Mathes, K.Gabrisch/P. Zwart )

Impfschema bei Heimtieren- Grundimmunisierung

 

1.) Hund:

   

      1. Impfung im Alter von 8 Wochen:           Parvovirose, Staupe, Leptospirose, Hepatitis

                                                                   contagiosa canis

      2. Impfung im Alter von 12 Wochen:         Parvovirose, Staupe, Leptospirose, Hepatitis

                                                                   contagiosa canis, Tollwut

      3. Impfung im Alter von 16 Wochen:         Parvovirose, Staupe, Leptospirose, Hepatitis

                                                                   contagiosa canis, Tollwut

      4.Impfung im Alter von 15 Monaten:         Parvovirose, Staupe, Leptospirose, Hepatitis

                                                                   contagiosa canis, Tollwut

 

2.) Katze:

 

      bei Katzen ist das Impfschema davon abhängig, ob das Tier nur in der Wohnung

      gehalten wird, oder ob sie Freigänger ist.

     

      Freigänger:

 

      1. Impfung im Alter von 8 Wochen:          Panleukopenie (Katzenseuche), Katzenschnupfen

                                                                  (felines Herpesvirus, felines Calicivirus)

      2. Impfung im Alter von 12 Wochen:        Panleukopenie, Katzenschnupfen, Tollwut

     

      3. Impfung im Alter von 16 Wochen:         Panleukopenie, Katzenschnupfen, Tollwut

 

      4.Impfung im Alter von 15 Monaten:         Panleukopenie, Katzenschnupfen, Tollwut

 

      Zudem empfehlen wir bei Freigängerkatzen im Alter von 12 Wochen, 16 Wochen und

      15 Monaten eine Impfung gegen Katzenleukose  (Katzenleukämie) durchzuführen!

 

      Wohnungskatzen:

 

      1. Impfung im Alter von 8 Wochen:

     

      2. Impfung im Alter von 12 Wochen:

                                                                

      3 Impfung im Alter von 16 Wochen:

 

      4. Impfung im Alter von 15 Monaten:      jeweils gegen Panleukopenie und Katzen-

                                                                 schnupfen.

 

  Eine Impfung bei Wohnungskatzen ist sehr wichtig, denn die beteiligten Erreger sind äußerst stabil in der Außenwelt und können sehr leicht vom Besitzer in die Wohnung eingeschleppt werden und damit die Katzen infizieren.

 

3.) Kaninchen:

 

      1. Impfung im Alter von 4-6 Wochen:      Myxomatose, RHD (Chinaseuche)

     

      2. Impfung im Alter von 8-10 Wochen:    Myxomatose, RHD

 

      Kaninchen können außerdem ab dem 28. Lebenstag  und wiederholend 2 Wochen

      später gegen Kaninchenschnupfen/Pasteurellose geimpft werden.

 

4.) Frettchen:

 

      1. Impfung im Alter von 8 Wochen:         Staupe

 

      2. Impfung im Alter von 12 Wochen:       Staupe, Tollwut

 

      3. Impfung im Alter von 16 Wochen:       Tollwut

 

Wiederholungsintervalle Impfung

 

Nach abgeschlossener Grundimmunisierung müssen nicht mehr alle Impfungen jährlich durchgeführt werden. Bei Untersuchungen wurde festgestellt, dass bei der Impfung gegen einige dieser Infektionskrankheiten lange und stabile Immunitäten entwickelt werden.

Fragen Sie nach, welche der Impfungen jährlich und welche nicht jährlich wiederholt werden sollten! Wir geben gerne Auskunft!!!

                                                                 

 


Leptospirose

 

Die Leptospirose ist eine bakterielle Infektion, die neben verschiedenen Tierarten auch den Menschen betreffen kann und weltweit verbreitet ist (Levett, 2001). Es gibt verschiedene Leptospiren, von denen einige krankmachende Eigenschaften besitzen. Bei vielen dieser Leptospiren sind Wildtiere (Ratten, Mäuse, Wildschweine) die Träger und Ausscheider und damit die Infektionsquelle. Der Hauptinfektionsweg stellt die mit Urin von Ausscheidern kontaminierte Umwelt dar wie Pfützen, stehende Gewässer, Erdreich... Dort können diese Bakterien Wochen bis Monate überleben und über Maul-, Nasen- und Augenschleimhaut, sowie über Hautwunden in den Organismus unserer Hunde gelangen. Nach unterschiedlicher Inkubationszeit, die von verschiedenen Faktoren abhängt, befallen die Leptospiren unterschiedliche Organe (Nieren, Leber, Lunge, Herzmuskulatur, Blutgefäße, Milz, ZNS, Augen, Gebärmutter). Abhängig von vielen Faktoren kann der Infizierte unterschiedliche Schweregrade einer Erkrankung zeigen, die sogar bis zum Tod führen kann. In der Regel leiden jüngere Hunde an schwereren Symptomen als ältere. Die Tiere sind apathisch, fressen schlecht oder gar nicht mehr, viele leiden an Erbrechen und Durchfall, haben Bauchschmerzen, bei Lungenbefall atmen sie sehr schnell und haben Atemprobleme, bei Nierenbefall sind sie übermäßig durstig und müssen oft Urin absetzen, bei Leberbefall werden die Schleimhäute im fortgeschrittenen Fall gelblich. Die Todesrate variiert zwischen 17-48% (Adin und Cowgill, 2000).

Die einzig durchführbare Vorbeugung gegen diese schwere Erkrankung stellt die Impfung dar. Deshalb rate ich dazu, nach einer Grundimmunisierung, jährlich gegen Leptospirose impfen zu lassen. Zum einen dient der Schutz dem geliebten Familienmitglied Hund. Zum anderen ist es aber auch ein Schutz für den Menschen, der mit dem Hund gemeinsam lebt.

Abschließend möchte ich noch sagen, dass diese Ausführungen über Leptospirose keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben. Sie sollen nur eine in meinen Augen wichtige Information für Tierbesitzer darstellen.

Nicht vergessen: Wurmkuren für Ihr Haustier

Fachleute empfehlen, Hunde und Katzen alle drei Monate zu entwurmen. Wann haben Sie zuletzt Ihr Tier behandeln lassen? Wir beraten Sie gerne.


Flöhe halten keinen Winterschlaf

Auch in den Wintermonaten besteht die Gefahr, dass ihr Haustier von Flöhen befallen wird. Flöhe sind nur wenig wirtsspezifisch, sodass auch wildlebende Tiere eine Ansteckungsquelle darstellen. Deshalb ist eine Flohprophylaxe ganzjährig wichtig!!!

Zudem muss man immer bedenken, dass diese Parasiten in verschiedenen Stadien (Eier, Larven, Puppen, adulte Flöhe) vorkommen und im sogenannten Puppenstadium in der Umgebung ohne Nahrung 140 Tage überleben können.

Das Problem des Flohbefalls manifestiert sich innerhalb kurzer Zeit nicht nur am Tier, sondern auch die Wohnung wird sehr schnell "verseucht". Nur 5% der gesamten Flohpopulation halten sich am Tierkörper auf, 95% befallen die Umgebung, also letztlich ihre Wohnung.

Bei Verdacht auf Flöhe, können sie zuhause folgendes einfach durchführbares Test-Schema durchführen:

Kämmen sie den Hund, die Katze oder auch jedes andere Tier mit einem Flohkamm. Dann entleeren sie den Flohkamm auf einem befeuchteten weißen Blatt Papier und wischen ein wenig darüber. Verfärben sich dann heruntergefallene schwarze Krümel braun-rötlich, so ist es recht wahrscheinlich, dass es sich um einen Flohbefall handelt.

Zur Behandlung stehen sehr viele, gut wirksame Präparate zur Verfügung. Nicht vergessen sollten sie dabei auch die Umgebungsbehandlung.

Wir stehen Ihnen gerne beratend zur Seite!